Klaus Huber: Tenebrae

Werkkommentar

Das Paul Sacher gewidmete Werk, das 1968 in Warschau uraufgeführt wurde und 1970 den Beethovenpreis der Stadt Bonn erhielt, steht mit seiner hochgradig elaborierten Reihentechnik in der Tradition des Serialismus. Zugleich eröffnet es Perspektiven, die zu dem damals üblichen materialimmanenten Denken radikal quer stehen.

Das bemerkt man schon beim ersten Hören. Von der äußeren Form her besteht es aus drei in ihrem Charakter völlig verschiedenen Teilen, die ineinander übergehen. Man könnte es auch, mit einem Rückblick auf Schönbergs erste Kammersinfonie, als konzentrierte Schrumpfform einer mehrsätzigen Sinfonie auffassen, worauf nicht zuletzt die vielfältigen Querbezüge und die einheitsstiftende Reihenstruktur hindeuten. Der erste Teil hat das Gewicht eines sinfonischen Kopfsatzes. Dem zweiten mit dem Charakter eines "langsamen Satzes" folgt ein Übergangsteil, den man als gespenstisches Scherzo verstehen könnte – eine unwirkliche Zwischenwelt zwischen der vorangehenden Düsternis und dem sich öffnenden "Finale".

Doch wollte man diese Komposition auf den Nachvollzug eines traditionellen Formschemas reduzieren, läge man ebenso falsch wie mit der Annahme, ...

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